Die App vom Handy zu löschen fällt mir leicht.
Den ganzen Account zu löschen fühlt sich viel endgültiger an, weil dort Jahre an Nachrichten, Kontakten und alten Fotos hängen.
Vielleicht ist genau deshalb „weniger benutzen“ für mich realistischer als jedes Mal einen kompletten digitalen Schlussstrich zu ziehen.
Nach einer längeren Social-Media-Pause fand ich interessant, welche Kontakte trotzdem geblieben sind.
Einige Leute schreiben einfach anderswo weiter.
Andere existierten offenbar hauptsächlich darin, dass wir gegenseitig Stories gesehen haben.
Beides ist okay. Es sind nur unterschiedliche Arten von Nähe.
Instagram war bei mir schon mehrmals vom Handy runter und ein paar Wochen später wieder drauf.
Meistens passiert dazwischen nichts Dramatisches. Erst ist es angenehm ruhig, dann schickt jemand einen Link oder ich will bei einem Laden etwas nachsehen.
Mein eigentliches Problem ist auch nicht das Installieren. Es ist, dass aus „kurz gucken“ bei mir ziemlich zuverlässig mehr Zeit wird.
Deshalb habe ich mittlerweile eher Benachrichtigungen aus und die App nicht mehr direkt auf dem Homescreen.
Es macht einen Unterschied, ob man Instagram öffnet mit „ich will nachsehen, wann dieses Konzert ist“ oder einfach nur Instagram öffnet.
Die erste Handlung hat irgendwann ein Ende.
Die zweite bekommt eins vom Akku.
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